25.11.2020 Portaltag

Missverständnisse, Kommunikation & Wahrheiten


Heute am letzten Portaltag im November geht es um ein Miteinander in der Kommunikation.

Oft reden Menschen aneinander vorbei oder reden gar nicht miteinander sondern nehmen nur an zu wissen was das Gegenüber denkt oder fühlt.

Der große Fehler dabei ist... wir bilden uns eine Meinung darüber was der andere denkt und sind dabei mit unseren eigenen Themen behaftet.

Ein Beispiel dazu:

"Der oder die mag mich nicht oder hat etwas gegen mich"... ja das kann stimmen, es kann aber auch sein, dass das eigene Selbstwertgefühl gerade im Keller ist und man deswegen so denkt.


Gerade in Liebesbeziehungen kommen durch das nicht reden, Dinge nicht aussprechen oder ansprechen die meisten Missverständnisse zustande. "Der/ die muss doch wissen, dass mich das verletzt." Nein, muss er oder sie nicht, wenn du es nicht sagst. "Der/ die muss doch wissen, was ich möchte oder dass mich das stört." Nö, auch das nicht.

Es ist so wichtig die eigenen Bedürfnisse und Wahrheiten auf den Tisch zu legen, sonst bleibt es ein ewiges Ratespiel für den anderen, das manchmal klappt und manchmal nicht. Und oftmals platzt dann nach Jahren die Bombe mit den Worten, das hat mich immer schön gestört und der andere steht ratlos da. Gleich reden, sagen was Sache ist, dann können sich alle Beteiligten danach richten.

Ich glaube ich muss nicht erwähnen, dass zuhören und ausreden dabei auch ganz wichtig sind. Ok sicherheitshalber steht es jetzt doch da :)



Unterschiedliche Meinungen/Wahrheiten...


Du kennst das sicher wenn ein Ereignis stattgefunden hat, 5 Menschen dabei waren und jeder etwas anderes davon erzählt. Das kommt eben davon, weil wir Menschen eine unterschiedliche Wahrnehmungen haben.

Wir sind geprägt durch unsere Erfahrungen, unsere Gefühle und unser Wissen.

Und das ist eben bei jedem Mensch anders.

Logisch, oder?

Warum kommt es dann aber, dass wir oft in Konflikt geraten wenn unterschiedliche Meinungen/ Wahrheiten aufkommen? Plötzlich versucht einer den anderen zu überzeugen, es kommt zu Argumenten und manchmal kehren sich die Menschen sogar den Rücken zu und reden kein Wort mehr miteinander. Aus meiner jetzigen Sicht, also gerade jetzt, fallen mir zwei Gründe dafür ein.

Zum einen, wenn zwei Menschen die gleiche Meinung vertreten, dann verbindet das. Man fühlt sich angenommen, akzeptiert weil der andere ja auch so denkt, also hat er nichts gegen mich. Da fließen auch die Themen von Anerkennung von Mama und Papa mit hinein, die jedes Kind gerne bekommen möchte. Haben wir in der Kindheit zu wenig davon erfahren, holen wir sie uns als Erwachsene von anderen.

Zum anderen, wenn jemand eine andere Meinung hat, startet oft unbewusst ein innerer Kampf, die eigene Wahrheit will verteidigt werden. Oftmals bei Themen die wir noch nicht zu 100% integriert haben und selbst nicht 100% sicher sind. Man gerät ins Schwanken, das eigene Weltbild gerät in Schieflage und das bedeutet Veränderung. Das kann eigene Themen hervor bringen, Wunden die man vielleicht nicht so gerne sehen möchte. Gefühle, die man bislang gut unterdrücken und wegschieben konnte.